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Nach Blitzeinschlag: Altes Bauernhaus im Glottertal niedergebrannt

Nach einem Blitzeinschlag ist am späten Mittwochabend ein knapp 300 Jahre altes Bauernhaus im Glottertal komplett niedergebrannt. Mehr als 120 Einsatzkräfte und die Führungsgruppe Dreisamtal waren vor Ort.


GLOTTERAL. Das Lenzenberghäusle unterhalb des Wuspenhofes in Glottertal ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag komplett abgebrannt. Bei den Löscharbeiten wurde eine Feuerwehrfrau leicht verletzt. Da das fast 300 Jahre alte Bauernhaus zuletzt unbewohnt war, kam sonst niemand zu Schaden. Die Polizei geht davon aus, dass ein Blitzeinschlag den Brand ausgelöst hat, bei dem ein Schaden von 35 000 bis 40 000 Euro entstand. Die Feuerwehren von Glottertal und den benachbarten Orten waren mit 120 Personen die ganze Nacht im Einsatz.

Von dem Bauernhaus, dessen Grundmauern aus dem Jahr 1720 stammen sollen, ist nur noch eine Ruine übrig geblieben. In der Luft liegt der Geruch von verbranntem Holz. Zwischen den verkohlten Balken streift eine verängstigt dreinblickende Katze umher. Die Reste des Kachelofens ragen in den wolkenverhangenen Himmel. Schwarz hängen die verbrannten Blätter der angrenzenden Bäume herab.
 

Schieferplatten sind unter der Hitze zerborsten


"Das hat geknallt wie bei einem Feuerwerk und innerhalb von ein paar Minuten stand das ganze Haus voll in Flammen", sagt ein Feriengast vom benachbarten Wuspenhof, der Augenzeuge des Brandes war. Die Schieferplatten, mit denen das Lenzenberghäusle bedeckt war, seien unter der Hitze zerborsten, darum habe es so laut "gekracht und geklöpft", sagt Blasius Hilzinger der Besitzer des Wuspenhofes. Von dort wurde die Feuerwehr gegen 22.50 Uhr am Mittwochabend alarmiert. "Die Feuerwehr war keine zwanzig Minuten später da. Schneller ging es nicht", so Hilzinger.
 

Feuerwehr musste vier Kilometer lange Löschleitung legen


"Das Feuer war bereits im Dachstuhl, als wir eintrafen", sagt Glottertals Feuerwehrkommandant Daniel Reichenbach. "Wir mussten daher vor allem verhindern, dass das Feuer auf den Wald überspringt." Das ist der Feuerwehr unter großer Anstrengung gelungen. Das größte Problem war der lange Anfahrtsweg. Um zu dem abgelegenen Bauernhaus zu gelangen, mussten die Fahrzeuge einen vier Kilometer langen und schmalen Waldweg von der Talstraße emporfahren.

Da an der Brandstelle kaum Wasser vorhanden war, mussten die Feuerwehrleute eine eben so lange Leitung von der Glotter nach oben legen. Unter dem Einsatz von fünf Pumpen hatten die 120 Männer und Frauen das Wasser über einen Höhenunterschied von 200 Metern nach oben zum Brand befördert. Zusätzlich sind Löschfahrzeuge auf dem schmalen Schotterweg, der nur zwei Rangierstellen aufweist, ununterbrochen vom Tal hinauf gefahren. Der Einsatz dauerte die ganze Nacht.
 

Bürgermeister lobt die "Riesenleistung"


"Das war schon eine Riesenleistung, gerade weil es dort oben so eng ist und alles in der Nacht ablaufen musste", sagt Glottertals Bürgermeister Karl-Josef Herbstritt. Er konnte sich auch nicht erinnern, dass schon einmal so viele Wehren zusammengearbeitet haben. Bei dem Brand war die Feuerwehr aus Glottertal, Denzlingen, Gundelfingen, St. Peter, Heuweiler, Kirchzarten und Waldkirch im Einsatz. "Wenn dies im Ernstfall alles so ineinandergreift, ist das schon stark", so der Bürgermeister. So ein gelungener Einsatz würde auch zeigen, dass Investitionen in die Feuerwehr, gut angelegtes Geld seien.
 

Im Frühjahr hätte wieder eine Familie einziehen sollen


Am Morgen nach dem Brand blicken auch die Besitzer auf die dampfenden Reste ihres Lenzenberghäusles. Heinrich Reichenbach und sein Sohn Martin sind mit dem Traktor auf die Alm hochgefahren. Sie wohnen unten im Tal auf dem Lenzenhof, zu dem das Bauernhaus gehörte. Seit drei Jahren stand es leer. Es war ein klassischer und für den Schwarzwald typischer Eindachhof, der aus einem Wohnbereich und einem Stall sowie einem Heuspeicher bestand. Im kommenden Frühjahr hätte im Lenzenberghäusle eigentlich wieder eine Familie aus Berlin einziehen sollen.

Bericht: Badische Zeitung

          

Einsätze

30.10.2017 um 17:16 Uhr Person in Zwangslage klein
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28.10.2017 um 22:17 Uhr Einsatzfoto Erkundung ABC Erkundung ABC
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26.10.2017 um 21:49 Uhr Person in Zwangslage klein
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Notrufnummern

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Rettungsdienst 112
Polizei 110
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 20/11/2017 - 01:20 Uhr