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Wehren punkten mit klaren Ansagen

In Kirchzarten messen sich 57 Gruppen aus dem Landkreis bei Leistungswettkämpfen.

KIRCHZARTEN. Feuerwehren aus dem Landkreis konnten am Wochenende bei den Wettkämpfen in Kirchzarten ihre Kampfkraft und Leistungsstärke unter Beweis stellen – um sich das Feuerwehr-Leistungsabzeichen Baden-Württemberg zu sichern. Die im Rahmen des Jubiläumsfests zum 150-jährigen Bestehen der Kirchzartener Feuerwehr ausgetragenen Übungen brachten 27 Gruppen das bronzene, 25 das silberne und für fünf Einheiten das goldene Abzeichen.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Christoph Zachow, bestätigte, dass die Feuerwehren mit ihren mehr als 4000 Ehrenamtlichen im Landkreis eine hohe Qualität auszeichne: "Die Übungen des Leistungsabzeichens helfen mit, dass die Feuerwehrmänner und -frauen ihr Handwerk beherrschen. Die müssen das im Schlaf können." Das Abzeichen in Bronze sei für jeden Ehrenamtlichen der Wehr verpflichtend. Einige der angetretenen Gruppen hatten sich drei Monate lang auf die Leistungsabzeichenprüfung vorbereitet.


Den Leistungsnachweis organisierte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit Kreisbrandmeister Axel Widmaier an der Spitze. Großen Anteil an der Organisation hatte außerdem Kirchzartens Gerätewart Franz Müller. Während für das bronzene Abzeichen ausschließlich ein Löschangriff nötig war, mussten für das silberne auch Fertigkeiten bei der technischen Hilfeleistung und für das goldene darüber hinaus noch theoretische Kenntnisse nachgewiesen werden.

Widmaier erklärte, dass es sich um landesweit standardisierte Übungen handle: "Da der Ernstfall Stress bedeutet, ist es wichtig, bestimmte Abläufe drillmäßig zu können." Was sehr ritualisiert bei den Übungen geschehe, brächte beim Einsatz Sicherheit und Verlässlichkeit.

Bei allen drei Abzeichen ging es beim Löschangriff um einen Brand in einem Wohnhaus, in dem sich im ersten Obergeschoss ein Mensch befand. Neben dem Gebäude brannte zusätzlich ein Abfallhaufen. Der Brand war zu löschen und die Bewohnerin über eine Leiter zu retten. Um Silber zu erlangen, kam erschwerend ein Einsatz mit Atemschutzgeräten, für Gold außerdem die Wasserentnahme aus einem Bachlauf mit Pumpe hinzu.
 

Solide Grundausbildung durch Übungen bestätigt


Außerdem variierten die Zeitvorgaben. Bei der Übung zur technischen Hilfeleistung ging es um einen nächtlichen Autounfall, bei dem die Unfallstelle zu sichern und auszuleuchten war, der verletzte Fahrer zu bergen und vorbeugender Brandschutz zu leisten.

Zu jeder Einheit gehörten neun Männer beziehungsweise Frauen: ein Gruppenführer, ein Maschinist, ein Melder, zwei für den Angriffs-, zwei für den Wasser- und zwei für den Schlauchtrupp. Spannend war bei den Übungen zu beobachten, wie das Zusammenspiel mit klaren Befehlen und Meldungen ablief. Bei der Bewertung spielten neben der technischen Ausrüstung und dem Ablauf der Übung auch Sicherheit und Souveränität, klare Ansagen an die Mannschaft, harmonische Zusammenarbeit und die Beachtung von Unfallverhütungsvorschriften eine Rolle. Den Schiedsrichtern lag ein umfangreicher Fehlerkatalog zur Bewertung vor. Die Verantwortlichen für die Feuerwehrarbeit im Landkreis zeigten sich am Samstag äußerst zufrieden. "Wir haben eine sehr gute Leistungsbreite", stellte Kreisbrandmeister Widmaier fest. "Das gezeigte Niveau beweist eine solide gute Grundausbildung."

          

Einsätze

20.07.2018 um 23:26 Uhr Brand 3
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20.07.2018 um 15:37 Uhr Gebäudebrand
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16.07.2018 um 18:04 Uhr Tierrettung
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Notrufnummern

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 23/07/2018 - 19:00 Uhr